Wenn der Garten die Zutaten schenkt

Geschrieben am 4 Juni 2014 | 4 Kommentare

Vorgestern sehe ich auf Facebook das Foto von einer talentierten Bloggerin (und Fotografin, die ich sehr bewundere), das Foto von ihrem aktuellen Lieblingssalat. Ich schau mir die Zutaten an und merke, dass ich alles im Haus habe. Und was nicht im Haus ist, hab ich im Garten, wie praktisch. Ich beschliesse, den Salat am selben Tag noch zu probieren. Valeria empfiehlt mir, auch Linsen hinzuzufügen, so wie es im Originalrezept steht, das sie selber abgewandelt hat. Sie hat es nämlich auf einem anderen Blog gefunden, den ich sehr gerne lese. Ein Blog mit vegetarischen Rezepten, die einem alles Fleischige vergessen lassen. Ich bin echt gespannt auf rohen Rhabarber, das wird für mich eine Premiere. Ha, denn ich hab Rhabarber im Garten – wie oft habe ich vorher davon geträumt! Der Rhabarber ist eine der wenigen Pflanzen, die in diesem Garten brauchbar war und auch an Ort und Stelle geblieben ist. Alles andere ähnelte dem reinsten Dschungel und musste erstmal rausgerissen oder umgepflanzt werde. So, also gehe ich in den Garten und ernte eine Stange Rhabarber. Daneben wächst der Sauerampfer. Sauer macht lustig, mit dem Rhabarber wird das vielleicht etwas viel, aber ich versuche es. Und dann noch etwas Rucola, ein paar Blättchen Basilikum und Koriander. Dieses „Landleben“ fängt mir richtig an zu gefallen. Ich muss ja zugeben, dass ich am Anfang etwas Angst hatte, es mit dem großen Garten nicht zu schaffen. Die Hälfte hätte mir auch gereicht und er war in einem Zustand, bei dem alle die Hände über den Kopf geschlagen haben. Aber jetzt im Nachhinein merke ich, dass dieses Fleckchen Erde genau das ist, was ich brauchte. Ich gehe raus, ziehe die Handschuhe an, fange an zu graben und es ist, als würde die Zeit stehen bleiben und alle, aber wirklich alle Gedanken sind einfach weg. Entspannung pur! Wie Ihr seht, wird der Garten mittlereile zum Hauptdarsteller in diesem Blog und ich werde Euch sicherlich mit Fotos von allen Pflänzchen, die hier wachsen und gedeihen, bombardieren :-) Der schönste Moment ist am frühen Morgen, wenn die ganze Straße noch schläft, und ich die Einzige bin, die durch den Garten schlendert und jede einzelne neue Blüte bewundert. Ich bin sehr dankbar für diese Momente.

So, aber zurück zum Salat: Der rohe Rhabarber ist eine Wucht. Und die Kombination der Zutaten erst recht. Ich tue mich etwas schwer, Euch genaue Mengen anzugeben, da ich immer nach Gefühlt koche, deswegen handelt es sich hier um ungefähre Mengen und Ihr könnt die Zutaten nach Euren Vorlieben mischen. Das Originalrezept (mit Feta) findet Ihr hiere. La ricetta orginale che prevede anche la feta la trovate hier. Ich habe es folgendermassen abgewandelt:

Zutaten (ungefähre Mengen) für 4 Personen

  • 100 gr Belugalinsen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Bund Rucola
  • 5-6 Blätter Sauerampfer
  • 2 dünne Rhabarberstangen, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 1 Handvoll frischen Koriander
  • 1 Schale Erdbeeren
  • ca. 8 Radieschen, fein gehobelt
  • Olivenöl
  • Mangoessig (oder anderen Obstessig) oder Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer

Die Linsen in ungesalzenem Wasser zusammen mit den Lorbeerblättern bissfest garen. Abgiessen und erkalten lassen. Den Rucola und den Sauerampfer waschen, die dicken Stiele entfernen und die Blätter grob schneiden. Die Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. In einer großen Schüssel Rucola, Sauerampfer, Erdbeeren, Rhabarberscheiben, Radieschenscheiben, Basilikum, Koriander und Linsen mischen. Eine Emulsion aus Olivenöl, Essig oder Zitronensaft, Salz und Pfeffer anrühren und über den Salat geben. Gut vermischen und sofort servieren.

Kommentare

4 Responses to “Wenn der Garten die Zutaten schenkt”
  1. Giorgia sagt:

    Un giardino con un piccolo orto è anche il mio sogno. Per ora mi accontento delle aromatiche sul balcone… Mai assaggiato l’acetosa, sai?!? Mi intriga l’abbinamento rucola-lenticchie, mai provato.

  2. jacopo sagt:

    Sono proprio contento !!!
    Prova anche a togliere i guanti: chi se ne frega se la terra sporca. Il contatto delle mani con la terra è una delle sensazioni più belle e rilassanti per me.
    Continua così !!!!!
    Ciaoooo

  3. Valeria sagt:

    sogno un giardino come il tuo – dove andare a prendere gli ingredienti per la mia insalata. sogno, e lo farò ancora per un po‘, ma so che prima o poi ne avrò uno :) son contentissima che ti sia piaciuta! x

  4. Gaia sagt:

    Come ti capisco!
    Stamani, prima di andare in ufficio, ho annaffiato l’orto che ho sul balcone (l’aria all’ottavo piano è ‚pulita‘ anche in città, spero!!) e mi sono gustata una fragolina sbucata da sotto una foglia…
    E il rabarbaro… incredibile ma vero… ho pure quello, sul balcone. E quest’anno è rigoglioso!!
    baci ;-)

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