Ein halb improvisiertes indisches Essen

Geschrieben am 13 Juli 2014 | 11 Kommentare

Vor langer langer Zeit hatte ich in der Rubrik „Alex empfiehlt“ (Ihr findet Sie rechts in der Spalte) ein Video mit dem Rezept von Kerala Parotta gepostet. Es ist eine Art Fladenbrot, dessen Zubereitung mich neugierig gemacht hatte. Der hauchdünne Teig wird fächerartig zusammengefaltet und dann wieder zu Schnecken zusammengerollt. Allerdings hatte ich sie selbst dann nie gemacht. Meine liebe Freundin Evita hingegen hat sie nicht vergessen! Als wir letztens beschlossen haben, zusammen zu kochen, sagte sie gleich: „Dann machen wir endlich Kerala Parotta“! Ok, dann also indisch. Alles andere haben wir absolut improvisiert. Im Kühlschrank hatte ich Bio-Hackfleisch, damit sollte etwas gezaubert werden. Also googelte ich im Netz und fand ein tolles Rezept von  Chili und Ciabatta: Petra ist einfach eine Geling-Garantie! Ich hab schon viele ihrer Rezepte nachgekocht und war immer begeistert. So auch dieses Mal. Es wurde eine Hackfleisch-Orangen-Pfanne!

Wir haben also mit den Fladen begonnen und hatten echt Spass bei der Zubereitung. Für das erste Mal sind sie wirklich nicht schlecht geworden. Meiner Meinung nach sollte man sie noch etwas dünner ausrollen zum Schluss. Und am Teig kann man auch noch rumexperimentieren. Im Netz findet man zig verschiedene Rezepte: mit Ei, ohne Ei, mit Milch, ohne Milch, mit oder ohne Hefe! Aber wir waren trotzdem sehr zufrieden. Und das Gesamtergebnis war richtig lecker. Danke an Petra für das tolle Rezept! Dazu gab es ein klassisches Raita-Dip und als Gemüsebeilage habe ich noch schnell ein paar Auberginenwürfel mit Ingwer, Knoblauch und Kurkuma in der Pfanne angebraten. Auch sehr lecker! Da werden wir wohl unserem indischen Stammrestauran in nächster Zeit öfter mal untreu werden :-)

Die Zutaten sind jeweils für ca. 4 Personen

Kerala parotta

Vor der Zubereitung empfiehlt es sich, dieses Video anzuschauen.

  • 500 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Backpulver
  • ca. 3 EL Sonnenblumenöl (kann ruhig auch etwas mehr sein)

    + Öl zum benetzen und braten

  • Wasser

Mehl, Backpulver und Salz vermischen, das Öl hinzufügen und so viel Wasser nach und nach hinzufügen, bis ein glatter, leicht zu knetender Teig entsteht. Den gut gekneteten Teig zu einer Kugel formen, mit einem feuchten, sauberen Tuch bedecken und ca. 1 Stunde ruhen lassen. Aus dem Teig gleichmässige, kleinere Kugeln formen (siehe Video!) und ganz dünn mit Öl einpinseln. Die einzelen Teigkugeln auf einer mit Öl benetzten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen, fast wie ein Strudelteig. Es ist nicht schlimm, wenn Löcher entstehen. Schliesslich den hauchdünnen Teig fächerartig zusammenfalten (siehe Video!). Es entsteht ein langer, fächerartiger Strang, den man dann zu einer Schnecke wieder zusammenrollt (siehe Video!). Mit allen Teigkugeln so vorgehen, dann mit der Hand die Schnecken platt drücken. In einer heißen Pfanne die dünnen Schnecken von beiden Seiten anbraten. Das Öl im Teig müsste ausreichen, sollte der Teig zu schnell anbrennen, noch ein paar Tropfen Öl hinzufügen. Die fertigen Teigschnecken auskühlen lassen, portionsweise übereinander stapeln und mit den Händen von der Seite wieder zusammendrücken, bis sie fluffiger werden (siehe Video!)

Tomaten-Gurken-Raita

  • 200 g Naturjogurt
  • 1 mittelgroße Tomate (in feine Würfel geschnitten)
  • 1/3 einer großen Gurke (geschält und in feine Würfel geschnitten)
  • 1 TL braune Senfsamen
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Koriandersamen
  • Salz
  • 1/4 TL Kurkuma

Den Joghurt mit den Tomaten- und Gurkenwürfeln vermischen, mit Salz und Kurkuma würzen. Die Koriandersamen fettfrei in einer heissen Pfanne rösten, grob mörsern. In einer kleinen Pfanne die Senfkörner mit dem Öl erhitzen, bis sie anfangen zu „platzen“. Koriander und Senfkörner (samt Öl) mit der Raita vermischen.

Orangen-Hackfleisch-Pfanne nach Chili und Ciabatta

  • 2 unbehandelte Orangen (Abrieb und Saft)
  • 2 Zwiebeln, klein gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 cm Ingwerwurzel, geschält und fein gehackt
  • 1/4 TL scharfes Chilipulver
  • 4 EL Öl
  • 1 Zimtstange
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Prise Kardamompulver
  • 750 g Hackfleisch (Originalrezept: Lamm; ich habe gemischtes Bio-Hackfleisch verwendet)
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/4 TL Kurkuma
  • Salz und Pfeffer
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 3 Zweige frische Minze

Die Orangen heiß waschen und abtrocknen, Zesten abziehen oder Schale fein reiben, den Saft beider Orangen auspressen. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln leicht anbraten, Zimtstange, Nelken, Kardamom, Chilipulver, Ingwer und Knoblauch dazugeben und unter Rühren ein paar Minuten mitbraten. Das Fleisch zugeben, Kreuzkümmel, Kurkuma und den Orangenabrieb (Zesten) darüber streuen, dann das Fleisch unter Rühren circa 5 Minuten braun braten. Salzen und pfeffern, dann nach und nach Orangensaft zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren weiterbraten. Immer abwarten, bis der Saft fast verdunstet ist, bis man den nächsten Saft hinzugibt. Mit dem letzten Rest Saft das Garam Masala unterrühren. Zum Schluss die fein gehackte Minze darüber streuen.

Im Originalrezept werden die Zesten nur einer Orange verwendet. Ich mag den intensiven Orangengeschmack sehr und habe den Abrieb beider Orangen hinzugegeben.

Quelle: Chili und Ciabatta

Kommentare

11 Responses to “Ein halb improvisiertes indisches Essen”
  1. Nina sagt:

    Oooooh, die Schneckchen sehen echt köstlich aus. So was liebe ich ja!

  2. Danke für die lieben Worte! Aber ich hab’s ja auch nur nachgekocht, so viel Ehre gebührt mir gar nicht.

    Euer Teller sieht köstlich aus, da hätte ich auch gerne mit am Tisch gesessen :-)

  3. Flo sagt:

    Beeelle queste ricette! Adesso so cosa fare con i miei esuberi di lievito madre. Non sapevo che i semini di coriandolo e di senape andassero tostati prima dell’uso. Grazie!!!

    • Alex sagt:

      Quelli di senape hanno bisogno di un po‘ d’olio, altrimenti si bruciano troppo. Nell’olio scoppiettano come i popcorn quindi è meglio usare un coperchio.

  4. Giorgia sagt:

    Bellissime! Sono sempre alla ricerca di ricette indiane da riprodurre e mi piacciono molto sia i lievitati da cuocere in padella perché sono comodissimi, sia le carni speziate. Tra l’altro ho in casca tutte le spezie, e non sono poche :)

  5. Giulia sagt:

    Ma che bellezza! La preparazione di queste focaccine mi affascina moltissimo,e l’accompagnamento non è da meno! Mi sta venendo l’acquolina…
    A presto
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